Drohne mit Kamera – Welche Modelle gibt es?

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Bei dem Wort Drohne denken Sie vielleicht zuerst an Krieg. Das ist auch ein Einsatzgebiet von Drohnen, allerdings von größeren Modellen. Hier soll es aber nur um die friedliche Nutzung dieser Technik gehen allem voran um den Typ Drohne mit Kamera.

Drohnen sind bei großen und kleinen Technik-Fans ein beliebter Freizeitspaß. Ihr Vorteil besteht darin, klein, wenig und gut steuerbar zu sein. Wird die Drohne mit einer Kamera versehen, erhöht sich der Spaß noch beträchtlich. Luftbilder, die früher nur teuer und aufwendig aus Helicoptern heraus produziert wurden, kann man jetzt selber machen. Außerdem werden Drohnen auch im zivilen Bereich kommerziell genutzt.

Was ist eine Drohne?

Prinzipiell ist eine Drohne ein von mehreren Rotoren angetriebenes Fluggerät. Man spricht auch von Multicoptern. Je nachdem wie viele Rotoren das Gerät antreiben, nennt man es einen Tricopter (3), Quadrocopter (4), Hexacopter (6) oder Oktocopter (8). Die meisten Drohnen für den Einsatz im Freizeitbereich sind Quadrocopter. Die Drohne wird per Fernsteuerung, über das Handy oder Tablet gelenkt und kann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden. Jugendliche ab ca. 14 Jahren sind in der Lage eine Drohne sinnvoll zu steuern.

Drohnen mit einer Kamera

Eine Drohne mit Kamera verbindet den Spaß an ferngesteuerten Geräten mit der Freude an der Fotografie und an Videos. Wem würde es nicht Spaß machen, sein Haus einmal aus der Vogelperspektive zu sehen? Drohnen mit Kameras machen sehr gute Videos und Fotos in HD-Qualität, die bei vielen Modellen direkt auf das Smartphone oder Tablet übertragen werden.

Wie wird die Drohne gesteuert?

Für die Steuerung der Drohne gibt es verschiedene Möglichkeiten: eine separate Fernsteuerung, wie man das von Modellflugzeugen kennt, Steuerung über eine App für das Smartphone oder Tablet sowie eine Kombination von Fernsteuerung und App-Steuerung. Wer keine Erfahrung mit ferngesteuerten Geräten hat, sollte darauf achten, dass eine absolute Kontrolle einstellbar ist. Damit ist gemeint, dass die Drohne immer der Bewegung des zur Steuerung genutzten Geräts folgt, unabhängig von der relativen Position zueinander. Das macht die Steuerung wesentlich einfacher.

Warum sind Drohnen mit Kameras so beliebt?

Die Drohne ist relativ leicht zu fliegen. Man muss nichts von der dahinterstehenden Technik oder dem Zusammenwirken der Rotoren verstehen. Eine Drohne mit Kamera eignet sich also auch für jemanden, der nur schöne Luftaufnahmen machen möchte, aber kein Technik-Fan ist. Bei manchen, durch Smartphone oder Tablet zu steuernden Drohnen mit Kamera, kann man den Blickwinkel so umstellen, dass man wie ein im Gerät sitzender Pilot den Flug erlebt. Für Technik-Fans gibt es bei den meisten Drohnen mit Kamera die Möglichkeit, die Drohne umzubauen oder um weiter Funktionen zu ergänzen.

Was kostet eine Drohne mit Kamera?

Wie bei allen technischen Geräten gibt es auch bei Drohnen mit Kameras Qualitäts- und Preisunterschiede. Die billigsten Drohnen mit Kamera kosten ca. 80 €. Stellt man etwas höhere Ansprüche, geht der Preis bis etwa 600 € hoch. Minidrohnen mit Kamera bekommt man schon für ungefähr 50 €. Sie sind aber hauptsächlich für die Benutzung im Innenbereich gedacht. Dies sind die Drohnen für den Freizeitbereich. Drohnen für den professionellen Einsatz können bis ca. 20.000 € kosten.

Was sollte man beim Kauf beachten?

  • Die meisten Drohnen gelten zwar als Spielzeug, sie sind aber trotzdem ein Fluggerät. Das heiß, sie können Schäden anrichten. Dies gilt besonders, wenn sie draußen geflogen werden. Das dürfte aber die hauptsächliche Anwendung sein. Daher sind beim Umgang mit Drohnen ein gewisses Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit mögliche Gefahren zu erkennen, wichtig. Es gibt in Deutschland zwar kein gesetzliches Mindestalter für die Nutzung von Drohnen, es wird aber empfohlen, sie erst ab 14 Jahren zu verwenden.
  • Eine Drohne kann immer einmal abstürzen, natürlich besonders leicht bei Anfängern. Eine abstürzende Drohne kann Menschen verletzen oder Sachschäden verursachen. Daher ist für sie, genauso wie für andere ferngesteuerte Fluggeräte, eine Versicherung gesetzlich vorgeschrieben. Die normale Haftpflichtversicherung reicht meist nicht. Man braucht eine spezielle Drohnenversicherung.
  • Informieren Sie sich über die gesetzlichen Vorschriften bevor Sie eine Drohne kaufen. Schließlich werden Sie die Drohne nicht nur im Innenbereich einsetzen wollen.
  • Möchten Sie mit der Drohne nur den Spaß an der ferngesteuerten Bewegung genießen und ein paar Fotos oder Videos machen? Oder möchten Sie auch Kunststücke, z. B. Loopings, mit der Drohne fliegen? Das entscheidet über das optimale Modell.
  • Schauen Sie sich vor dem Kauf die Flugzeit und die Aufladezeit an. Gibt es vielleicht einen Ersatz-Akku, mit dem die Flugzeit vergrößert werden kann?
  • Welches Zubehör und welche Ersatzteile werden für das Drohnen-Modell angeboten?
  • Möchten Sie die Drohne mit einer eigenen Fernsteuerung oder über ein Smartphone oder Tablet steuern? Nicht bei jedem Modell ist jede Steuerungsart möglich.

Wie sehen die rechtlichen Regelungen für Drohnen aus?

Ist eine Drohne mit Kamera erlaubt? In Deutschland sind die rechtlichen Regelungen für das Fliegen von Drohnen noch nicht so weit ausgebaut, wie in anderen Ländern, beispielsweise den USA. Generell gilt, dass Drohnen mit einem Gewicht unter 5 kg ohne besondere Genehmigung geflogen werden dürfen. In diese Kategorie fallen in der Regel alle Drohnen für den Freizeitbereich. Das gilt aber nur, wenn diese Drohne für Sport- oder Freizeitaktivitäten genutzt wird. Wer eine Drohne kommerziell einsetzen will, braucht eine Genehmigung. Bei einer Drohne mit Kamera müssen Sie an dieser Stelle aufpassen. Sobald Sie Bilder, die die Drohne gemacht hat, verkaufen, ist es eine kommerzielle Nutzung. Allerdings darf eine Drohne nicht überall gestartet werden. Verboten ist das Fliegen mit der Drohne in Naturschutzgebieten, über Menschenmassen, über Unfallstellen, in der Nähe von Flughäfen, über Gefängnisse, Kasernen und Kraftwerke. Es kann in jeder Stadt noch weitere Verbotszonen geben. Daher sollten Sie sich vorher informieren. Die Drohne darf bei ihrem Flug auch nicht alles fotografieren oder filmen. Unproblematisch sind Landschaften, Bäume, Büsche und Tiere. Menschen dürfen ohne ihre Einwilligung nur als Bestandteil einer zufälligen Gruppe gefilmt bzw. fotografiert werden. Als Führer der Drohne müssen Sie diese ständig im Blick haben. Sie darf auch nicht höher als 100 m aufsteigen. Auch in der Luft gibt es Vorfahrtsregeln, die Sie kennen sollten. Die Wichtigsten: Rechts vor links wie im Straßenverkehr und der Beweglichere weicht dem Unbeweglichen aus.

Die Parrot AR Drone 2.0

Parrot AR Drone 2.0 - Drohne mit Kamera

Parrot AR Drone 2.0 – Drohne mit Kamera

Dies ist eine der beliebtesten Drohnen mit Kamera im Freizeitbereich. Sie schneidet auch Test sehr gut ab. Die Parrot AR Drone 2.0 ist ein Quadrocopter, d. h. sie verfügt über vier Rotoren. Sie ist 58,4 X 12,7 x 58,4 cm groß und wiegt 1,8 kg. Durch einen speziellen Drucksensor wird die Drohne in der Luft stabilisiert. Dies garantiert einwandfreie Fotos oder Videos, selbst bei leichtem Wind. Sowohl die Drohne selber als auch die Kamera werden über eine App auf dem Smartphone oder Tablet gesteuert. Diese App kann man kostenlos herunterladen. Die Parrot AR verfügt über einen Flugmodus mit absoluter Kontrolle. Den notwenigen Strom erhält die Drohne aus einer Lithium-Ionen-Batterie, die für 12 Flugminuten Energie liefert. Diese Batterie wird über das mitgelieferte Netzladegerät wieder aufgeladen. Ein besonderes Highlight ist der Vier-Achsen-Flip, der mit dieser Drohne auf Knopfdruck geflogen werden kann. Die Parrot AR Drone 2.0 ist mit einer 720p HD Kamera ausgestattet. Zwischen Drohne und Smartphone oder Tablet wird ein eigenes Wi-Fi-Feld aufgebaut, so dass die Bilder der Kamera direkt übertragen werden. Alternativ kann in die Drohne auch ein USB-Stick zur Speicherung langer Videos eingebaut werden. Auch alle Flugdaten können gespeichert werden. Gerät die Drohne außer Reichweite der Fernsteuerung, bleibt sie in der Luft stehen, bis der Kontakt wiederhergestellt ist. Die Parrot AR Drone 2.0 kostet ca. 180 € und wird fertig zusammengebaut geliefert.

Mehr Informationen: http://www.parrot.com/de/

Die Drohne DJI Phantom III

DJI Phantom 3 - Drohne mit Kamera

DJI Phantom 3 – Drohne mit Kamera

Eine weitere sehr beliebte Drohne mit Kamera, die auch in Tests gut abschneidet, ist die DJI Phantom. Auch sie ist ein Quadrocopter, der allerdings selber zusammengebaut werden muss. Sie ist 37,1 x 21,1 x 33,5 cm groß und wiegt 3,5 kg. Die Energie liefert eine Lithium-Metall-Batterie, die für eine ungewöhnlich lange Flugzeit von bis zu 25 Minuten reicht. Die DJI Phantom ist mit einer 1080p30/60i HD Kamera und einer 4GB Micro SD Karte ausgestattet. Auch diese Drohne wird über das Smartphone oder Tablet gesteuert. Die WiFi-Verbindung zur Übertragung der Daten zwischen Drohne und Steuergerät hat eine Reichweite von 300 Metern. Das Modell DJI Phantom II kostet ca. 440 €. Das weiterentwickelte Modell DJ Phantom III kostet ca. 1.300 €.

Mehr Informationen : https://www.dji.com/product/phantom?www=v1

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